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09.04.2019   |   BS
„Just for fun“ – und dann?

Dilara Akpinar, W3KBM





Man sagt ja: „Wenn man ganz fest an etwas glaubt, dann passierst es!“. Und so war es auch. Nie hätte ich gedacht, heute in dieser Situation zu sein.


Den Traum ins Ausland zu gehen, hatte ich bereits nach Beginn meiner Ausbildung aufgegeben. Nach der Ausbildung wollte ich arbeiten, irgendwann meine Weiterbildung zur Fachwirtin/Betriebswirtin machen und studieren.


Doch es kam ganz anders…


Durch meine Deutsch- und Gemeinschaftskundelehrerin Frau Reich erfuhren wir als Klasse, dass der Deutsche Bundestag an Schülerinnen und Schüler und junge Berufstätigen ein Stipendium vergibt. Das deutsch-amerikanische Parlamentarische Partnerschaftsprogramm (USAPPP) bietet somit jungen Berufstätigen und Schülerinnen und Schülern die einmalige Chance, ein halbes Jahr auf einem College oder einer Universität zu verbringen und ein weiteres halbes Jahr im Rahmen eines Praktikums Arbeitserfahrungen zu sammeln.


Theorie und Praxis in einem, was will man mehr?


Das Parlamentarische Partnerschaftsprogramm existiert seit 1983. Das Programm wurde zum Anlass des 300. Jahrestag der Einwanderung ins Leben gerufen. So ermöglicht das PPP seit 36 Jahren jungen Berufstätigen als Juniorbotschafter der Bundesrepublik Deutschland in den USA zu studieren, Arbeitserfahrungen zu sammeln und die deutsche Kultur zu vermitteln. Ziel ist es unter anderem:

  • gegenseitige Vorurteile und Klischees abzubauen,

  • gesellschaftliche, kulturelle und politische Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder kennenzulernen und zu verstehen,

  • die Persönlichkeit der Teilnehmenden zu stärken,

  • Sprachkenntnisse zu erweitern und

  • berufspraktischen Erfahrungen zu sammeln.

(weitere Informationen zum Programm: https://usappp.de/, Facebook: PPP-USA Stipendium, Instagram: usa.ppp)


Was sollte schon geschehen?


„Just for fun“ bewarb ich mich im Juli 2018 auf das Programm. Im November 2018 kam ich schon in eine engere Auswahl, sodass man mich nach Bonn zu einer der Auswahltagungen einlud. Ziel der Auswahltagung war es, die Teilnehmer besser kennenzulernen.


Bereits Anfang des neuen Jahres 2019 bekam ich mit, dass ein Abgeordneter im Bundestag ausgewählt wurde, um einen der Bewerber als Pate während des USA-Stipendium-Programms zu begleiten. Meine Unterlagen wurden an ihn entsandt. Die endgültige Entscheidung wurde von dem Abgeordneten getroffen. Ende Januar erhielt ich auch von ihm eine Zusage.


Zwischen März und April fanden insgesamt drei Vorbereitungskurse statt. Ich war nach Lichtenfels in Bayern eingeladen. Dort trafen sich 25 junge, zukünftige PPPler, die am Programm teilnahmen. Wichtige Themen, die uns in Form von Gruppen- und Einzelarbeit, aber auch in Vorträgen vermittelt wurden, waren: Auto, Versicherung, Bank, Visum und Co. Nicht zu vergessen sind die drei ehemaligen Teilnehmer: Anna, Matze und Steffen, die uns in den ersten drei Tagen aufgeklärt und einige Tipps für unseren Aufenthalt gegeben haben. Mit der ganzen Gruppe hatten wir eine hervorragende Zeit, so dass wir uns vor der Heimfahrt kaum trennen konnten. Wie sollten wir jetzt bis August abwarten, unsere Ausbildung absolvieren und einfach arbeiten?


Eine „Challenge“ gab es hin und wieder mal. Die größte Herausforderung während der Bewerbungsphase war es für mich, gleichzeitig im Ausbildungsbetrieb zu arbeiten, sich dort den Schwierigkeiten zu stellen, die Motivation zu bewahren, für Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen zu lernen, sich auf die Auswahltagungen für das Stipendium vorzubereiten, mein Ehrenamt auszuüben und im Nebenjob (vier Tage die Woche) zu arbeiten. Sportlich, aber möglich!


In dieser Phase habe ich eins gelernt. Meinen Träumen nachzugehen, daran zu glauben und egal was passieren mag, dabei immer zu lächeln. Es gibt kein Hindernis, dass man nicht bewältigen kann. Nur DU alleine zählst und nur DU alleine kannst Großes bewegen. Man sollte möglicherweise realistisch sein und auf dem Boden bleiben, jedoch ist es nicht falsch den Träumen nachzugehen und diese zumindest versuchen zu verwirklichen. Was soll schon passieren? Man sollte dabei nur eins nicht vergessen: „Wenn man ganz fest an etwas glaubt, dann passierst es!“


An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an meine Deutsch- und Gemeinschaftskundelehrerin Frau Reich und meine Englischlehrerin Frau Rentschler, die während der ganzen Bewerbungsphase mit mir mitgefiebert und mich dabei unterstützt haben.



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