Letzte Änderung:30.11.2018

ERASMUS+: Energieeffizienz am Beispiel von Passivhäusern

12.11. – 16.11.2018: Leonberg/Deutschland

Am 12.11.2018 begann am Beruflichen Schulzentrum Leonberg unser internationaler Austausch von Nachwuchshandwerkern. Auszubildende aus Brügge/Belgien, Norrköping/Schweden und Málaga/Spanien haben sich eine Woche lang mit ihren deutschen Kollegen der Abt. II, Stuckateure, über neue und innovative Techniken ausgetauscht.

 

Das Projekt unter dem Titel „Energieeffizienz bei Gebäudekonstruktionen" wird von der EU über einen Zeitraum von zwei Jahren mit insgesamt ca. 105.000 € gefördert. Die Gruppen treffen sich einmal im jeweils wechselnden Partnerland um die länderspezifischen Gegebenheiten zu erörtern; dieses Mal war Baden-Württemberg an der Reihe. Die jeweiligen Besonderheiten der Länder im Bereich der Energieeffizienz ist sehr spannend zu untersuchen. Ein weiterer Anreiz ist die Vielfalt der vertretenen Ausbildungsberufe – Innenausbauer, Maurer, Bautechniker, Ausbaumanger und Stuckateure sind nur einige Beispiele.

 

Die Teilnehmer erwartete zwischen dem 12. - 16.11. ein fachlich wie kulturell spannendes Programm – durchgeführt wurden Besuche bei der MPA Stuttgart (Institut der nachhaltigen Baustoffe der Uni Stuttgart), bei der Firma Schwörer Haus, dem Schloss Lichtenstein, sowie Führungen durch das Technische Rathaus Tübingen, welches in Passivhaus-Bauweise errichtet wurde.  Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Weißenhofsiedlung in Stuttgart, mit Führungen durch das Le Corbusier-Museums und ein Haus des niederländischen Architekten Mart Stam. Auch der Besuch des Mercedes-Museums in Stuttgart stellte für die ausländischen KollegInnen und SchülerInnen einen absoluten Höhepunkt dar. Am Freitagvormittag erarbeiteten sich länderübergreifende SchülerInnen-Gruppen gemeinsames Wissen und stellten sich gegenseitig nationale Regelwerke zum Thema „Energieeffizientes Bauen“ vor. 

 

Auftakt des Treffens am Montag, 12.11., war der Empfang der Gruppen in Leonberg. Herr Wolf, begrüßte unsere Gäste und stellte das BSZ vor. Danach hieß Herr Landrat Roland Bernhard die Schüler herzlich willkommen.

 

Sowohl Herr Wolf als auch Herr Bernhard hoben in ihren Begrüßungsreden die europäische Dimension solcher Projekte hervor. Sie benannten solche Projekte als gute Beispiele einer Zusammenarbeit in einem zunehmend auseinanderdriftenden Europa.

 

Im Anschluss an die Begrüßung erhielten wir ein zweites Frühstück, welches von SchülerInnen unserer Kollegin Martina Alber vorbereitet worden war. Prima, wir arbeiten abteilungsübergreifend zusammen!  Die Zusammenarbeit setzte sich beim anschließenden Rundgang durch die Schule fort, bei dem wir in der Abteilung Kältetechnik durch die Kollegen Schäf und Löffler sehr interessante und spannende Einblicke in deren Ausbildungsinhalte erhielten. Während des gesamten Empfangs half uns unsere Kollegin Petra Wagenblast, die für die hervorragende Übersetzung ins Englische sorgte.

Herzlichen Dank an Alle! Walter Söhner

04.06.-08.06.2018: Brügge/Belgien

Erasmus+Projekt Energetic efficiency in building construction - Passivhaus-Konstruktion Von Walter Söhner Auf in die zweite Runde! Zwischen dem 4. und 8. Juni besuchte die B2SK8T (Ausbaumanager der Abt. II) zusammen mit den Lehrern Tilo Wieland und Walter Söhner die Partnerschule VTI Brugge in Brügge/Belgien. Im Rahmen unseres Erasmus+Projekts trafen wir dort die teilnehmenden Gruppen aus Brügge, Norköpping/Schweden und Málaga/Spanien.

 

Während unseres Besuchs erarbeiteten die Azubi/Schüler einen Vergleich zwischen den teilnehmenden Ländern zu folgenden Themen:

 

  • Dachdämmsysteme im jeweiligen Land
  • Prinzipielle Konstruktionsmöglichkeiten für energieeffizientes Bauen
  • CO2-neutrale Energieerzeugung
  • Nachwachsende Rohstoffe
  • Gesetzliche Regelungen zu den vorgenannten Themen im Rahmen des Baugeschehens

 

Bei verschiedenen Treffen an der VTI Brugge stellten die Azubi/Schüler ihre Ergebnisse den anderen Gruppen im Rahmen von Präsentationen vor. Die Projektsprache ist dabei Englisch. Im Anschluss wurden bzw. werden die Resultate auf die gemeinsame Homepage des Projekts eingepflegt. Neben dieser Projektarbeit organisierte unsere Partnerschule ein sehr vielfältiges Programm, um die Bandbreite der belgischen Unternehmen vorzustellen, die in diesem Bereich tätig sind.

 

In Waregem besuchten wir die Fa. Renson, welche im Bereich Lüftungs-und Klimatechnik sehr innovative Produkte zur Verfügung stellt. Nachmittags schloss sich der Besuch der Fa. Unilin Insulations an. Diese produzieren vorfabrizierte, großformatige Dachdämm-Paneele, welche in dieser Art in Deutschland nicht vertrieben werden.

 

Am Folgetag fuhr die gesamte Gruppe nach Ostende, wo wir die Fa. Daikin besuchten. Diese ist sehr aktiv im Bereich der Wärmepumpen-Technik. Ursprünglich handelte es sich um eine belgische Firma, welche jedoch schon vor 40 Jahren von einer japanischen Eigentümer-Familie übernommen wurde. Für uns waren einerseits die erzeugten Wärmepumpen sehr interessant. Andererseits zeigte sich ziemlich deutlich, dass ein japanisch geführtes Unternehmen Unterschiede in seiner Firmen-Philosophie aufweist? Vielleicht Vorurteil/ vielleicht echte Wahrnehmung: Sämtliche Präsentationen und der daran anschließende Rundgang durch die Fertigungsanlagen waren extrem gut organisiert und zeitlich scharf getaktet.

 

Im Anschluss an diesen Besuch fuhren wir nach Ten Walle, einem ehemaligen Bauerngehöft, welches jetzt zur VTI Brugge gehört und wo die Restauratoren der Schule im Bereich historische Mauerwerkstechniken ausgebildet werden. Ganz im Sinne der Landlust nahmen wir in der dortigen Scheune ein gemeinsames Mittagessen ein.

 

Abschließend besuchten wir noch die Niederlassung der Universität Leuven in Brügge. Die KU Leuven betreibt an vielen überregionalen Standorten in Belgien und international Niederlassungen. Am Standort in Brügge (KuLAB) wird an digitalen Anwendungen und Instrumenten zur Steuerung von nachhaltigen Gebäuden geforscht.

 

Natürlich gab es auch ein touristisches Rahmenprogramm: Wir erhielten eine umfängliche Stadtbesichtigung in Brügge mit Besuch des gotischen Rathauses. Uns wurden die besten Bierkneipen der Stadt empfohlen (450 Sorten Bier im Cambrinus). An einem späten Nachmittag fuhren wir nach Ostende und badeten in der kalten See. Auf dem ebenfalls gerade stattfindenden "street food festival" trafen wir uns und vertieften unsere Zusammenarbeit.

 

SEHR GELUNGEN.

04.03.-11.03.2018: Málaga/Spanien

Vom 04. bis 11. März 2018 fand unser erstes Treffen des zweijährigen multilateralen Erasmus+Projekts in Málaga (IES La Rosaleda) statt. Drei Gruppen mit jeweils mindestens sechs Auszubildenden/Schülern und zwei Lehrern besuchten die Partnergruppe in Málaga. Unsere Partner kommen aus Brügge/Belgien (Vrij Technisch Institut) und Norköpping/Schweden (Ebersteinskagymnasiet), bzw. aus Málaga/Spanien.

 

Die Teilnehmer am Austausch werden in verschiedenen Bauberufen teils dual teils vollschulisch ausgebildet, weshalb sich auch deutliche Unterschiede in der Bezahlung während der Ausbildung ergeben. Mit einem gewissen Aha-Effekt erfuhren die baden-württembergischen Azubi, dass in allen drei Partnerländern keine bzw. eine sehr geringfügige Bezahlung während der Ausbildung erfolgt.

 

Nach dem gegenseitigen Kennenlernen in einer ersten Vorstellungsrunde, erarbeiteten wir uns die jeweiligen „Traditionellen Bauweisen“ in den Partnerländern und die schon früher damit verbundene Nachhaltigkeit. Die deutsche Gruppe zeigte am Beispiel des Schwarzwaldhauses wie traditionell nachhaltig gebaut wurde. Von dieser Basis ausgehend wollen wir versuchen zu verstehen wie zeitgenössisches, nachhaltiges Bauen funktioniert.

Eine mögliche Option ist die Errichtung von Häusern in Passivhaus-Bauweise. Diese Bauweise ist in Spanien noch nicht allzu häufig anzutreffen. Wir besuchten beispielsweise das erste in Südspanien errichtete Passivhaus in Mijas nahe Málaga - von von einer deutschen Architektin entworfen und bewohnt.

 

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Architektur-Fakultät der Universität Málaga. Diese hatte im Jahr 2012 mit ihrem Besucher-Pavillon den 2. Rang des Solar-Decathlons, eines internationalen universitären Wettbewerbs für Nachhaltiges Bauen, errungen. Die damals betreuenden Professoren erläuterten diese studentische Arbeit, die ganz und gar vom Nachhaltigkeits-Gedanken geprägt war.

 

Auch besuchten wir „red verde“, ein Netzwerk von ökologisch orientierten Fachunternehmern, die in Südspanien nachhaltige Bauprodukte verkaufen und verarbeiten. Besonders hervorgehoben wurde natürlich der lokale Dämmstoff Kork. Sehr interessiert verfolgte die gesamte Gruppe die Erklärungen der Firmeninhaber.

 

Unser Programm beinhaltete noch weitere Firmenbesuche und Präsentationen, die unser Thema jeweils von einer anderen Warte aus beleuchteten. Wir freuen uns schon auf unseren zweiten gegenseitigen Besuch in Brügge/Belgien vom 03. bis 10. Juni. Dabei werden wir in Schülerarbeitsgruppen weitere interessante Themen bearbeiten.


29.11. - 01.12.2017: Vorbereitungstreffen in Málaga

Im Jahr 2017 haben wir unser dreijähriges Projekt „Deutsch Spanische Bildungspartnerschaft“ mit der IES La Rosaleda/Málaga erfolgreich abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit unseren dortigen Kollegen war sehr angenehm und nutzbringend, weswegen wir uns entschlossen einen Folgeantrag zu formulieren.

Unser neues Erasmus+ Projekt nennt sich „Eficiencia energética en la edificación. Construcción Passivhaus“ – Energieeffizienz bei Gebäudekonstruktionen am Beispiel von Passivhäusern. Dieses Projekt ist als multilaterales Projekt für die Dauer von 2 Jahren genehmigt worden. Unsere Partnerschulen sind die IES La Rosaleda in Málaga/Spanien, das Ebersteinska gymnasiet in Norrköping/Schweden und das Vrij Technisch Instituut in Brügge/Belgien.

Im Rahmen des Projektes können pro Schule sechs Auszubildende und zwei Lehrkräfte gegenseitige Besuche von einer Woche in den Partnerschulen durchführen und sich dort mit den drei Partnergruppen treffen und am Thema arbeiten.

Vom 29.11. bis 01.12.17 trafen wir uns erstmals in Málaga, um den Projektablauf zu konkretisieren. Die Kollegen unserer Partnerschulen sind sehr engagiert und in Schulaustausch-Projekten vielfach international erfahren. Wir können uns auf eine Zusammenarbeit mit ihnen freuen.

 


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