In einem lebhaften Gespräch (zwischen wichtigen Abstimmungen) konnten wir Frau Gebhardt über die Rolle des Europäischen Parlaments befragen, das in dieser Woche einmal nicht in Straßburg, sondern in Brüssel tagte. Dabei war auch ein Blick in den riesigen Plenarsaal möglich, der im Herzen des gewaltigen Europa-Viertels in der belgischen Hauptstadt liegt.
Mit einer eher weniger bekannten, dafür aber für die unterste Ebene in Europa umso interessanteren Institution konnten wir im „Ausschuss der Regionen“ Bekanntschaft machen. Bei der „Europäischen Kommission“ bekamen wir in einem sehr anschaulichen Vortrag noch einmal die wichtigsten „basics“ der EU vermittelt. Die anschließende Diskussion drehte sich auch um die Frage der Kandidaten für die neue Kommission, insbesondere natürlich um den Kandidaten aus Baden Württemberg, Günther Oettinger.
Ein Besuch beim „Europäischen Gewerkschaftsbund“ (EGB), der sich für die sozialen Belange der Arbeitnehmer in Europa einsetzt, machte deutlich, wie die unterschiedlichen Verbände auf die Entscheidungsprozesse der EU Einfluss nehmen können.
Auch ein besonderer Wunsch ging in Erfüllung: Wir wollten gerne den Journalisten Thomas Gack kennenlernen, der in der Stuttgarter Zeitung seit über 20 Jahren sehr fundiert über europäische Fragen berichtet. Die Friedrich Ebert Stiftung (FES) war so freundlich, ihn bei sich einzuladen und so konnten wir viel Interessantes über die Arbeitsweise eines Auslandskorrespondenten in Brüssel erfahren. Ganz nebenbei bekamen wir auch noch eine kleine Einführung in die Arbeit der FES, die in Brüssel in vielen Fachseminaren und Begegnungen den internationalen Dialog pflegt.
Der Abschluss des Programms am späten Freitagnachmittag war ein Besuch in der Landesvertretung Baden-Württemberg, der schon allein wegen des leckeren Kuchens und der schönen Räumlichkeiten, in denen wir Platz nehmen durften, ein kleines Highlight war.
Diese Gesprächstermine waren natürlich eingebettet in ein „laufintensives“ Brüssel-Kennlernprogramm, denn was wäre eine Brüssel-Reise ohne einen Bummel über die „Grand Place“, durch die „Fressgasse“ , über den Mont des Art, einen Blick auf das Manneken Pis oder eine Fahrt in Belgiens schnellstem Aufzug im Atomium. Die europäische Hauptstadt Brüssel hat wirklich viel zu bieten!
