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Mercedes Benz Werksbesichtigung mit dem Informatikkurs WG 12/2

Irini Vasiliadou

SGG | TG | WG

Im Rahmen einer GFS im Informatikkurs WG12/2 bei Frau Hermann besuchten wir das Sindelfinger Mercedes Benz Werk. Gemeinsam fuhren wir mit der S-Bahn nach Böblingen, wo wir anschließend von einem Pendelbus direkt zum Mercedes Benz Kundencenter gefahren wurden. Dort erwartete uns ein kleiner informativer Film über die Entstehung des heute weltweit vertretenen Automobilkonzerns.

Nach dieser kurzen Einführung fuhren wir mit dem vom Werk gestellten Bus direkt in die Produktion. Im Presswerk fielen uns sofort die unzähligen, vollautomatisierten Roboter auf, welche das Rohmaterial in Form brachten. Die Mitarbeiter waren in diesem Bereich hauptsächlich für die Auffüllung der Bleche und sonstigen Materialien zuständig, zeitgleich hatten sie aber auch eine kontrollierende Funktion. Die komplexe Programmierung dieser Roboter löst natürlich auch häufig Störungen aus, welche von den Mitarbeitern innerhalb weniger Minuten behoben werden müssen. Sehr faszinierend war die Präzision der Roboter. Millimeter genau setzten diese ihre Schweißpunkte und Klebestreifen, was natürlich auch für die hohe Qualität dieser Automobile steht.

Erneut wurden wir von einem Bus abgeholt, welcher uns dieses Mal in den Bereich der Montage führte. Die Rohkarosserien mit den unterschiedlichen Blecharten waren sehr beeindruckend und auch die anschließende Zusammensetzung, die „Hochzeit“ von Karosserie und Antriebsstrang, für die wiederum erstaunlich gelenkige Roboter verantwortlich waren, ließ besonders die Herzen der Jungs schneller schlagen. Im Laufe der Besichtigung kam uns „Bertha“, ein fahrerloses Transportsystem entgegen. Auch in diesen Systemen steckt sehr viel Informatik. Scanner, welche ihre Fahrstrecke auf Hindernisse prüfen, sowie angebrachte Kameras und Sensoren zeigen dem Transportsystem den richtigen Weg.

Ca. zwei Stunden brauchten wir, um die Bereiche der Produktion und Montage zu besichtigen, bis wir letztendlich das fertige Auto erreicht hatten. Ein Fahrzeug durchläuft bis zu seiner Fertigstellung ca. 36 Stationen und benötigt vom ersten Schweißpunkt bis zur Endabnahme ca. drei bis vier Tage. Nachdem wir auch durch die letzte Station gelaufen waren, bedankten wir uns herzlich für die tolle und wirklich interessante Führung und machten uns wieder auf den Heimweg.