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Technik und Management des BSZ LEONBERG bei "Jugend gründet" unter den Top 10 – von 632 Teams bundesweit

Jörg Müller

SGG | TG | WG

Das „Referee Assistance System“ ist die Geschäftsidee für ein System, das den Schiedsrichter während Sportveranstaltungen bei strittigen Szenen unterstützen soll. Damit soll der Schiedsrichter die Möglichkeit erhalten, schnell und ohne große Unterbrechungen einen Videobeweis zu sichten. Dies wird durch ein in einem Armband integriertes Display ermöglicht, das der Schiedsrichter während des Spiels am Arm tragen kann. Diese Geschäftsidee präsentierte am gestrigen Donnerstag ein Schülerteam vom Beruflichen Schulzentrum Leonberg im Porsche-Museum in Stuttgart.

Die vier Schüler Elian Hetzer, Robin Stuber, Robert Schunke und Timo Brockschmidt vom Profil „Technik und Management“ der Beruflichen Gymnasien am BSZ LEONBERG wurden von der „Jugend gründet“-Präsenzjury für ihre Präsentation mit dem zehnten Platz ausgezeichnet. Die Jury lobte bei ihrer Präsentation die Begeisterung des Teams für seine Produktidee. „Das in die Geschäftsidee gesteckte Herzblut war zu spüren.“ Ebenfalls positiv aufgefallen sind der Jury die klaren Antworten auf die Juryfragen.

Zu der zweitägigen Präsentationsveranstaltung eingeladen worden war das Team aus Leonberg, weil sein Businessplan zu den bundesweit besten von 632 beim Schülerwettbewerb „Jugend gründet“ eingereichten Businessplänen gehört. Neben den Schülern aus Leonberg präsentierten in Stuttgart Schülerteams aus Neckartenzlingen, Weingarten, Stuttgart, Bruchsal, Rottenburg, Achern, Lörrach und ein Team der Deutschen Schule Seoul International aus Südkorea ihre innovativen Geschäftsideen.

Während der nichtöffentlichen Juryberatung erlebten die Schülerinnen und Schüler sowie die sie begleitenden Lehrkräfte eine exklusive Führung durch das Porsche Werk und hatten freien Zugang zur Ausstellung im Porsche-Museum. Am Abend würdigte Thomas Edig, Vorstand Personal- und Sozialwesen der Porsche AG, im Rahmen der Siegerehrung das Niveau der Schülerpräsentationen. Zum dritten Mal ist „Jugend gründet“ mit dem Zwischenevent Süd zu Gast im Porschemuseum, dem „Schmuckkästle“ des Unternehmens und auch in diesem Jahr sei die Vorjahresleistung wieder getoppt worden. Edig bezeichnete die Teilnahme an dem Wettbewerb „Jugend gründet“ als einen ganz großen Schritt, bei dem die Schüler lernen, wie aus einer guten Geschäftsidee ein tragfähiges Unternehmenskonzept entsteht und umgesetzt werden kann. „Selbständig denken und eigenverantwortlich handeln sind auch Handlungskompetenzen, die bei Porsche gefragt sind, daher seien die „Jugend gründet“-Zertifikate gute Referenzen für künftige Bewerber.

Als Vertreterin des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg bescheinigte Staatssekretärin Marion von Wartenburg den Teilnehmern Mut und Durchhaltevermögen und sprach ihnen Mut zu, ihre Träume und Visionen weiter zu entwickeln.

Benjamin Baum, Exterieur Designer der Porsche AG, führte die Gäste in die Welt des Designs ein und erklärte, wie aus einer mit einem einfachen Stift als Skizze aufs Papier gebrachten guten Idee, die – wie bei Porsche - über 51 Jahre weitergeführt wurde, irgendwann eine Ikone wird.

Am Freitag empfängt Ines Aufrecht, die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart die „Jugend gründet“-Teilnehmer im Rathaus. Alice Kaiser, Projektleiterin Stuttgart 21, lädt im Anschluss zu einer spannenden Stuttgart 21-Führung mit dem Schwerpunktthema Bürgerbeteiligung ein, bevor sich alle im Restaurant Bonatz im Bahnhofsturm für die Heimfahrt stärken können.

Bei der Präsentation in Stuttgart haben die „Jugend gründet“-Teilnehmer Feuer gefangen. Jetzt wollen sie auch beim Finale im Juni in Wolfsburg dabei sein. Zum Finale eingeladen werden die gesamtbesten Teilnehmer aus beiden Wettbewerbsphasen (Businessplan- und Planspielphase). Das Planspiel läuft seit Anfang Februar. Dabei versuchen alle Wettbewerbsteilnehmer mit ihren unternehmerischen Entscheidungen ihr virtuelles Unternehmen durch die Höhen und Tiefen der Konjunktur zu führen. Fast nebenbei erwerben sie dabei betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Der bundesweite Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ ist ein Angebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Für besonders nachhaltiges Handeln“ verlieh der von der Bundeskanzlerin berufene Rat für Nachhaltige Entwicklung dem Wettbewerb „Jugend gründet“ 2015 das Qualitätssiegel „Werkstatt N“. „Jugend gründet“ ist der einzige Wettbewerb zum Thema Wirtschaft auf der Liste der empfohlenen Wettbewerbe der Kultusministerkonferenz (KMK). Für Konzeption und Umsetzung des Wettbewerbs ist das Pforzheimer Steinbeis-Innovationszentrum mit Prof. Dr. Barbara Burkhardt-Reich an der Spitze verantwortlich.