Klassen- und Fachlehrer klagen bisweilen über mangelndes Interesse der Auszubildenden an den fachlichen Lehrinhalten. Umso erstaunlicher ist dieses Umfrageergebnis, das im Rahmen eines sogenannten Coachings, in Anlehnung an die TV-Talkshows unter fachkundiger Moderation des Schulsozialarbeiters Thomas Seibt durchgeführt wurde.
Die Auszubildenden setzten sich mit der spannenden Frage auseinander, wie es in ihrem Leben und Beruf nach ihrer Ausbildung weitergehen wird. Zur Vorbereitung auf den schulischen Abschluss sowie auf ihr Berufsleben, praktizierte diese Klasse schülerorientierte Unterrichtseinheiten, die das Ziel haben, die Teamarbeit, die Eigenverantwortung, Ausdauer und Motivation (T.E.A.M. - ein OES Projekt) am Lernen und beim Arbeiten zu fördern. Diese Arbeitsmethoden wurden während der beiden Fachstufenjahre im Unterricht kontinuierlich eingesetzt. Am Ende des zweiten Jahres war die Klasse dann in der Lage die Methoden umzusetzen und sie konnten nahezu eigenständig und konzentriert arbeiten.
Bei einer heterogenen Schülergruppe mit vielen Konflikten war der Weg selten geradlinig. Die fachliche Arbeit konnte deshalb nicht immer im Vordergrund stehen. Was für die Theorie gilt, ist für den Stuckateursberuf unerlässlich. Baustellen fordern bei jedem Wetter präzises und eigenständiges Arbeiten im Team, damit die Leistungen in der geforderten Qualität ausgeführt werden.
Im letzten Block hatte sich der Knoten gelöst, die fachliche Vorbereitung auf die Abschlussprüfung fand vollständig eigenständig und mit der notwendigen Konzentration statt. Mit diesem Werkzeug öffnet sich ein gesicherter Weg in die Berufspraxis.
