18 Schülerinnen und Schüler recherchierten vor Ort für ihre Themen, die sich mit der Geschichte Berlins und seinen Bürgern beschäftigen, so zum Beispiel über historische Persönlichkeiten, das neue Frauenbild in der Weimarer Republik, das jüdische Leben nach der Machtübernahme, die Teilung der Stadt ab 1945, den Mauerbau, Migration, soziale Brennpunkte oder das Gesetzgebungsverfahren. Dazu trafen wir in Berlin diverse Experten, die wir zuvor in Eigenregie angeschrieben hatten und die uns alle unsere Fragen beantworten konnten.
Nachdem wir am ersten Abend im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Berliner Ensemble, um eine moderne Interpretation von Schillers Räubern zu sehen. Die Aufführung zeichnete sich durch beeindruckende Bühneneffekte sowie überzeugende Schauspieler aus.
Am zweiten Tag wurden wir durch den Bundestag geführt. Obwohl in dieser Woche keine Sitzungen stattfanden, erhielten wir doch einen Eindruck von dem, was unsere Abgeordneten den ganzen Tag machen. Im Anschluss an die Führung hatten wir die Möglichkeit Achim Fahle, einem Mitarbeiter der Partei Die LINKE, Fragen zur Politik seiner Partei zu stellen.
Da der Spaß bei all diesen seriösen Unternehmungen nicht zu kurz kommen sollte, verbrachten wir den Abend im Kabarett. In der weltberühmten „Distel“ sahen wir uns die Kabarett-Komödie „Wohin mit Mutti?“ an.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Alten Fritz: In Potsdam besuchten diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an diesem Tag keine Interviewtermine hatten, dessen Sommerresidenz, das berühmte Schloss Sanssouci. Warum er das Schloss nur im Sommer bewohnte, wurde uns bei den frostigen Minusgraden schnell klar.
Unseren letzten Tag verbrachten wir im Museum „The Story of Berlin“, das 800 Jahre Berliner Geschichte veranschaulicht. Dieses Museums ist auf einem während des Kalten Krieges errichteten Atomschutzbunker erbaut, den wir im Rahmen einer Führung besichtigen konnten. Gott sei Dank ist der Ernstfall nie eingetreten, denn der Bunker hätte nicht wirklich einen Schutz geboten.
Bevor wir am Abend unsere Koffer packten, hatten wir noch genug Zeit, um den Kudamm zu erkunden. Zwar erschöpft, doch voller neuer Eindrücke traten wir unsere Heimreise an. In der nächsten Zeit werden wir unsere Interviews auswerten und die neu gewonnenen Erkenntnisse werden unsere Seminararbeiten bereichern.
Alles in allem ein gelungener Ausflug, sodass auch wir gerne sagen: „Ich bin ein Berliner!!!“
