Die Teilnehmer am Austausch werden in verschiedenen Bauberufen teils dual teils vollschulisch ausgebildet, weshalb sich auch deutliche Unterschiede in der Bezahlung während der Ausbildung ergeben. Mit einem gewissen Aha-Effekt erfuhren die baden-württembergischen Azubi, dass in allen drei Partnerländern keine bzw. eine sehr geringfügige Bezahlung während der Ausbildung erfolgt.
Nach dem gegenseitigen Kennenlernen in einer ersten Vorstellungsrunde, erarbeiteten wir uns die jeweiligen „Traditionellen Bauweisen“ in den Partnerländern und die schon früher damit verbundene Nachhaltigkeit. Die deutsche Gruppe zeigte am Beispiel des Schwarzwaldhauses wie traditionell nachhaltig gebaut wurde. Von dieser Basis ausgehend wollen wir versuchen zu verstehen wie zeitgenössisches, nachhaltiges Bauen funktioniert.
Eine mögliche Option ist die Errichtung von Häusern in Passivhaus-Bauweise. Diese Bauweise ist in Spanien noch nicht allzu häufig anzutreffen. Wir besuchten beispielsweise das erste in Südspanien errichtete Passivhaus in Mijas nahe Málaga - von von einer deutschen Architektin entworfen und bewohnt.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Architektur-Fakultät der Universität Málaga. Diese hatte im Jahr 2012 mit ihrem Besucher-Pavillon den 2. Rang des Solar-Decathlons, eines internationalen universitären Wettbewerbs für Nachhaltiges Bauen, errungen. Die damals betreuenden Professoren erläuterten diese studentische Arbeit, die ganz und gar vom Nachhaltigkeits-Gedanken geprägt war.
Auch besuchten wir „red verde“, ein Netzwerk von ökologisch orientierten Fachunternehmern, die in Südspanien nachhaltige Bauprodukte verkaufen und verarbeiten. Besonders hervorgehoben wurde natürlich der lokale Dämmstoff Kork. Sehr interessiert verfolgte die gesamte Gruppe die Erklärungen der Firmeninhaber.
Unser Programm beinhaltete noch weitere Firmenbesuche und Präsentationen, die unser Thema jeweils von einer anderen Warte aus beleuchteten.
Wir freuen uns schon auf unseren zweiten gegenseitigen Besuch in Brügge/Belgien vom 03. bis 10. Juni. Dabei werden wir in Schülerarbeitsgruppen weitere interessante Themen bearbeiten.
