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Erasmus+Projekt Energetic efficiency in building construction - Passivhaus-Konstruktion

Walter Söhner

BS

Zwischen dem 4. und 8. Juni besuchte die B2SK8T (Ausbaumanager der Abt. II) zusammen mit den Lehrern Tilo Wieland und Walter Söhner die Partnerschule VTI Brugge in Brügge/Belgien. Im Rahmen unseres Erasmus+Projekts trafen wir dort die teilnehmenden Gruppen aus Brügge, Norköpping/Schweden und Málaga/Spanien.

Während unseres Besuchs erarbeiteten die Azubi/Schüler einen Vergleich zwischen den teilnehmenden Ländern zu folgenden Themen:

  • Dachdämmsysteme im jeweiligen Land
  • Prinzipielle Konstruktionsmöglichkeiten für energieeffizientes Bauen
  • CO2 -neutrale Energieerzeugung
  • Nachwachsende Rohstoffe
  • Gesetzliche Regelungen zu den vorgenannten Themen im Rahmen des Baugeschehens

Bei verschiedenen Treffen an der VTI Brugge stellten die Azubi/Schüler ihre Ergebnisse den anderen Gruppen im Rahmen von Präsentationen vor. Die Projektsprache ist dabei Englisch. Im Anschluss wurden bzw. werden die Resultate auf die gemeinsame Homepage des Projekts eingepflegt.

Neben dieser Projektarbeit organisierte unsere Partnerschule ein sehr vielfältiges Programm, um die Bandbreite der belgischen Unternehmen vorzustellen, die in diesem Bereich tätig sind.

In Waregem besuchten wir die Fa. Renson, welche im Bereich Lüftungs-und Klimatechnik sehr innovative Produkte zur Verfügung stellt. Nachmittags schloss sich der Besuch der Fa. Unilin Insulations an. Diese produzieren vorfabrizierte, großformatige Dachdämm-Paneele, welche in dieser Art in Deutschland nicht vertrieben werden.

Am Folgetag fuhr die gesamte Gruppe nach Ostende, wo wir die Fa. Daikin besuchten. Diese ist sehr aktiv im Bereich der Wärmepumpen-Technik. Ursprünglich handelte es sich um eine belgische Firma, welche jedoch schon vor 40 Jahren von einer japanischen Eigentümer-Familie übernommen wurde. Für uns waren einerseits die erzeugten Wärmepumpen sehr interessant. Andererseits zeigte sich ziemlich deutlich, dass ein japanisch geführtes Unternehmen Unterschiede in seiner Firmen-Philosophie aufweist? Vielleicht Vorurteil/ vielleicht echte Wahrnehmung: Sämtliche Präsentationen und der daran anschließende Rundgang durch die Fertigungsanlagen waren extrem gut organisiert und zeitlich scharf getaktet.

Im Anschluss an diesen Besuch fuhren wir nach Ten Walle, einem ehemaligen Bauerngehöft, welches jetzt zur VTI Brugge gehört und wo die Restauratoren der Schule im Bereich historische Mauerwerkstechniken ausgebildet werden. Ganz im Sinne der Landlust nahmen wir in der dortigen Scheune ein gemeinsames Mittagessen ein.

Abschließend besuchten wir noch die Niederlassung der Universität Leuven in Brügge. Die KU Leuven betreibt an vielen überregionalen Standorten in Belgien und international Niederlassungen. Am Standort in Brügge (KuLAB) wird an digitalen Anwendungen und Instrumenten zur Steuerung von nachhaltigen Gebäuden geforscht.

Natürlich gab es auch ein touristisches Rahmenprogramm: Wir erhielten eine umfängliche Stadtbesichtigung in Brügge mit Besuch des gotischen Rathauses. Uns wurden die besten Bierkneipen der Stadt empfohlen (450 Sorten Bier im Cambrinus). An einem späten Nachmittag fuhren wir nach Ostende und badeten in der kalten See. Auf dem ebenfalls gerade stattfindenden "street food festival" trafen wir uns und vertieften unsere Zusammenarbeit.

SEHR GELUNGEN.