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Eine Exkursion nach Tübingen

Anna Dogic, WGW 12

SGG / TG / WG

Auch dieses Jahr gibt es, unter der Leitung von Frau Migge und Frau Dr. Becher, wieder den Naturwissenschaftlichen Seminarkurs, bei dem die Schüler im Bereich Biologie, Physik oder Chemie ihre Seminararbeit für das Abitur schreiben.

Um auch Einblicke in allgemeine naturwissenschaftliche Kenntnisse zu bekommen und auch einmal eine richtige Universität zu erleben, dachte sich die Gruppe, dass ein Ausflug nach Tübingen genau das richtige wäre. 

Morgens um 8:30 ging es mit einem kleinen Rundgang durch die Tübinger Altstadt los. Besonders interessant war das Schloss Hohentübingen, denn dort entdeckte Friedrich Miescher im Jahr 1869 das Nuklein. Heute beherbergt es die Institute der Archäologie, für die die Uni Tübingen Weltruhm besitzt.

Von dort aus ging es weiter zur Universitätsbibliothek bei der wir erstaunt waren, dass diese Bibliothek schon 1499 gegründet wurde. Bei einer Einführung von einer Mitarbeiterin wurde uns gezeigt, wie man sich z.B. für die Seminararbeit Bücher ausleihen kann, um an mehr Informationen zukommen. Danach durften wir die Bibliothek selbstständig besichtigen. Als Highlight durften wir auch das älteste Gebäude der Bibliothek besichtigen, das eigentlich nicht für Besucher zugänglich ist. Hier befinden sich Bücher aus der Zeit von Goethe, aus der Vorkriegszeit und viele andere wertvolle Bücher. 

Anschließend fuhren wir zur Morgenstelle, den riesigen modernen Campus der Uni, wo sich die Institute der Naturwissenschaften und die medizinischen Kliniken befinden. Nach einer kurzen Stärkung aus der Mensa gab es hier eine Führung von einer Studentin der Universität Tübingen, die auch ihre Erfahrungen bezüglich des Studiums mit uns teilte.

Danach ging es zum botanischen Garten, der direkt neben der Uni liegt. Hier war ein Workshop für uns vorbereitet. Zu Beginn stellten sich die drei Biologinnen vor, die den Workshop betreuten und stellten uns eine interessante Frage: „Glaubt ihr an die Evolution?“

Sie ließen die Frage zunächst einmal offen. Das Programm war gut organisiert und wir teilten uns in 3 Gruppen auf um verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Fragestellungen rund um das Thema Evolution zu bearbeiteten. Dabei lernten wir u.a. die Pflanzenwelt näher kennen, indem wir auch in die Gewächshäuser durften.

Zum Schluss versammelten sich alle in einem Kreis und besprachen die Resultate. Eine der drei Biologinnen griff die anfangs gestellte Frage wieder auf und sagte: „Ich glaube nicht an die Evolution, sondern ich weiß, dass es die Evolution gibt“. Mit diesem Gedanken ging der Tag in Tübingen zu Ende. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Leonberg und diskutierten noch lang über die Evolution. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir viel dazu gelernt haben und wer weiß, vielleicht studiert der ein oder andere Schüler von uns auch mal in Tübingen.