Der Ausflug begann mit einer interessanten Vorstellung von einem Häftling und einem Betreuer. Beide erzählten viel von dem Seehaus selbst, dem Alltag, den Regeln und auch von den Besonderheiten des Seehauses. Anschließend gab es eine Führung über das Gelände. Die Kurse durften auch einen Blick in die WGs der Häftlinge werfen und ihre Arbeitsplätze in den Werkstätten genauer betrachten. In diesen Werkstätten haben die Häftlinge das Privileg – aber auch die Pflicht – in verschiedenen handwerklichen Berufen, wie zum Beispiel der Zimmerei oder dem Metallbau, ihr erstes Lehrjahr zu absolvieren. Neben diesem Lehrjahr können die Häftlinge auch ihren Hauptschulabschluss nachholen oder sogar verbessern. Stolz wurden Werkstücke präsentiert, worauf ein Kennenlernen mit weiteren Häftlingen folgte.
Es herrschte eine sehr offene Atmosphäre während des Besuchs. Auf Fragen wurde immer geantwortet, auch wenn diese teilweise sehr persönlich waren. Das familiäre Gefühl im Seehaus hat die Sozialmanagement-Kurse des SGGS11/1 und SGGS11/2 sehr berührt und die Betreuer wie auch die Häftlinge haben die Schüler*innen beeindruckt.
Die Häftlinge sind Jugendliche, genau wie die Schüler*innen, und doch fällt das Leben so unterschiedlich aus. Das Seehaus zeigt, dass jeder Mensch eine zweite Chance, ein sicheres Zuhause und eine Zukunft verdient hat. Der Einblick ins Seehaus und die damit neu gewonnenen Eindrücke werden den Klassen noch lange im Gedächtnis bleiben.
