Meldungen

Das BSZ wählt! – Teilnahme an der Juniorwahl 2026

Jessica Haumacher

BSZLEO ALLGEMEIN

In der ersten Märzwoche hatte das BSZ LEONBERG die besondere Gelegenheit, an der Juniorwahl 2026 teilzunehmen. Organisiert von den Lehrkräften Rebecca Strohn, Vjolca Hasan, Jacqueline Sommer und Nora Paluschzak bot das Projekt Schüler*innen verschiedenster Klassen die Möglichkeit, sich aktiv mit dem demokratischen Prozess auseinanderzusetzen und ihre Stimme in einer simulierten Wahl abzugeben.

Ablauf der Juniorwahl

Die Juniorwahl wurde in 40 Klassen durchgeführt, aus denen sich Schüler*innen als Wahlhelfer*innen zur Verfügung stellten, um den Ablauf der Wahl zu begleiten und allen Klassen eine realistische Wahl zu ermöglichen. 988 Wahlberechtigte konnten in vorgegebenen Zeitfenstern ihre Stimme abgeben. Mit einer Wahlbeteiligung von 80,7 % liegt das BSZ deutlich über der Wahlbeteiligung der Bevölkerung bei der Landtagswahl am 08.03.2026, bei der die Wahlbeteiligung bei 69,6% lag. 

Ergebnisse der Juniorwahl 

Das Rennen um das Direktmandat konnte Andreas Auer von der AfD mit 21,4 % für sich entscheiden, dicht gefolgt von Albrecht Stickel von der CDU mit 19,2 %, während Thomas Walz von Die Linke mit 15,3% auf dem dritten Platz der Erststimmen landete. Farina Semler von der SPD erhielt 14,9 %, Peter Seimer von Bündnis 90/Die Grünen 14,3 %, Hans Dieter Scheerer von der FDP 10,1 % und Ingolf Welte von den Freien Wählern 4,7 % der Erststimmen. 

Auch bei den Zweitstimmergebnissen liegt die AfD mit 21,4 % vorne, gefolgt von der CDU mit 13,3 % und dicht dahinter Die Linke mit 13,2 % der Zweitstimmen. Alle anderen Parteien konnten ebenfalls Stimmen für sich gewinnen: Neben der AfD, der CDU und der Linken wären laut der Juniorwahl 2026 am BSZ auch die Parteien SPD (12,5 %), Bündnis 90 / Die Grünen (12,2 %) und FDP (8,7 %) in den Landtag eingezogen. Alle anderen Parteien wären an der 5 %-Hürde gescheitert. 

Wie geht es nun weiter?

Das Ergebnis der Juniorwahl am BSZ LEONBERG verdeutlicht, wie vielfältig die politischen Ansichten unserer Schüler*innen sind. Die hohe Wahlbeteiligung zeigt: Junge Menschen interessieren sich durchaus für Politik und wollen daran teilhaben, auch wenn es sich „nur“ um eine simulierte Wahl handelt.

Gleichzeitig zeigt die Verteilung der Zweitstimmen aber auch einige Probleme auf, die es zu bewältigen gilt und uns als Schule nachdenklich stimmen. Es zeigt, wie wichtig es ist, dass unsere Schüler*innen die Chancen und Herausforderungen unserer Demokratie kennenlernen und sich mit demokratischen Werten wie Gleichberechtigung, Solidarität und Toleranz auseinandersetzen. Am BSZ wurde hierfür bereits eine Projektgruppe zur Demokratiebildung ins Leben gerufen, mit dem Ziel, unseren Schüler*innen politische Teilhabe, kritisches Hinterfragen und verantwortungsbewusstes Mitgestalten sowohl im Unterricht als auch durch außerunterrichtliche, schulübergreifende Projekte näherzubringen. 

Das Wahlergebnis verstehen wir als Ansporn, gemeinsam ein tieferes Verständnis für die Bedeutsamkeit der Demokratie zu fördern.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die die Juniorwahl am BSZ möglich gemacht haben!